Nastassja Martin

An das Wilde glauben

€18,00

Während sich Nastassja Martin auf einer Forschungsreise auf der russischem Halbinsel Kamtschatka aufhält, wird sie von einem Bären überrascht, der sie in das Gesicht beißt. Nach dieser prägenden Begegnung spielt sich ihre qualvolle Genesungsgeschichte erst in einem russischen, später in einem französischem Krankenhaus ab. Nachdem ihre Heilung in ihrem Heimatland kaum voranschreitet, entschließt sie sich für eine Rückkehr zu ihrer ewenischen Familie. Sie spürt, dass diese für ihren Heilungsprozess notwendig ist. Die Ewenen nennen sie "miedka" - vom Bären gezeichnet. Sie ist fortan mit dem Bären verbunden. Sie bitten Nastassja, dem Bär zu verzeihen. Nastassja bekommt hier den animistischen Glauben der Ewenen zu spüren, deren Bräuche und Kulturen sie studiert hat. Sie verlässt das Volk und den Wald als "Befreite".

Dieses autobiografisches Buch ist eine Studie über Mensch und Natur. Dass die Autorin hier einen großen Schaden in ihrem Gesicht davon trägt, spielt eine untergeordnete Rolle, eher konzentriert sie sich auf die Deutung dieses Zusammentreffens mit dem Bären.

Nastassja Martin ist Anthropologin und Schriftstellerin und ist in Frankreich geboren. Sie ist Spezialistin für arktische Völker und veröffentlichte vor diesem Buch einen Essay über die Gwich´in, ein indigenes Volk in Alaska.

Deutsch | Hardcover | Jahr 2019 | 139 Seiten | 12,5 x 25 cm

ISBN 978-3-75180-017-4

Verlag: Matthes & Seitz Berlin